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Es ist der 27.1.2020 und das bayer. Gesundheitsministerium meldet den 1. Coronafall in Deutschland. Zunächst berührte uns diese Meldung kaum. Doch dann vermehrten sich die Infektionen drastisch, so dass am 13. März 2020 bundesweit die Schulen und Kindergärten geschlossen und am 16. März der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen wurde. Voller Spannung erwarteten wir alle, wie es nun weitergehen würde.

Im Kindergarten sortierten wir zunächst liegengebliebene Unterlagen, überarbeiteten unser Konzept, räumten den Keller auf, ließen den Kindergarten im neuen Glanz erstrahlen und schickten Videobotschaften zu den Kindern nach Hause. Rasch wurde der Kindergarten mit einer Notbetreuung geöffnet und wir konnten die Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, betreuen.

Täglich erreichten uns neue Informationen und Vorschriften, die es umzusetzen galt. So heißt es u.a., auch für den Erzieheralltag, stets Masken zu tragen, was gerade die sprachliche Förderung  der Kinder stark beeinträchtigt. Dennoch versuchen wir, den Kindern möglichst viel Normalität zu bieten, damit sie sich im Kindergarten weiterhin wohl fühlen und ihnen die Angst vor Corona genommen wird. Musikalisch übten wir mit den Kindern das richtige Verhalten beim Husten ein. In unserem Lied hieß es: „Wenn ich husten muss, dann huste ich in den Arm.  Ja, wir nehmen alle Rücksicht, drehen uns weg und machen es richtig.  Nach dem Niesen weiß ich gleich, was ich dann tu. Hände waschen mit der Seife, dubidu.“

Zum Glück stieg rasch die Zahl der Kinder, die den Kindergarten wieder besuchen durften und ab 1.Juli konnten wir im „Regelbetrieb“ arbeiten. Natürlich gab es aber weiterhin Einschränkungen. So mussten wir auf so manches Event verzichten. Unser Pfarrfest musste ersatzlos gestrichen werden. Statt der Übernachtung fand für die Vorschulkinder ein Ausflug statt. Unser  St.Martinsfest feierten wir gruppenintern schon am Vormittag und unser Nikolaus besuchte uns im Hof und Garten. Wir alle hofften, dass die Infektionen endlich zurückgingen, doch am 16.12. wurde leider ein zweiter Lockdown ausgerufen. Kurzerhand verlegten wir unsere Adventsfeier vor, damit alle Kinder (gruppenintern) mit uns feiern konnten. 

Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 18.1.21) besuchen immerhin 30 von 70 Kindern den Kindergarten, aber wie es weitergehen wird, ist nicht abzusehen. Wir alle wünschen uns vor allem Gesundheit und dass wir im Jahr 2021 diese Pandemie endlich überstehen, damit auch im Kindergarten der „Alltag“ wieder stattfinden kann.

Nachrichten

Osternestsuche

Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir immer noch mit dem Coronavirus kämpfen. Daher arbeiteten wir wieder nur mit einer Notgruppe. So war die Zahl derer, die den Kindergarten besuchen durften, gering. Aber die Aufregung war groß und gespannt warteten alle, ob uns der Osterhase etwas bringen würde. Gemeinsam gestalteten wir zunächst eine kleine Osterfeier, dann entdeckten wir durch das Fenster, dass einige Osternester im Hof bzw. Garten standen.

Palmsonntag

In der Woche vor Palmsonntag versammelten wir uns im Stuhlkreis, um den Einzug von Jesus in Jerusalem zu hören und darzustellen. Zur Begrüßung sangen wir das Lied: ,,Einfach spitze, dass ihr da seid!“ Jedes Kind durfte sich dann ein buntes Tuch aussuchen und eine gelbe runde Decke wurde in die Mitte unseres Kreises gelegt. Die helle, gelbe Mitte erinnerte uns an die Sonne, die uns einen neuen Tag schenkt, die uns leuchtet, dass wir jedes Gesicht erkennen können.

Aschermittwoch

„Stopp“, so hieß es zu Beginn unserer Aschermittwochsandacht. „Stopp“, denn nun ist Fasching vorbei, wir halten an und beginnen die Fastenzeit. Zunächst hörten wir eine Geschichte, bei der Karlotta einen Fastenwürfel bastelt, auf dem Bilder von einem Auge, einem Ohr, einem Mund, zwei Händen, zwei Füßen und einem Herz dargestellt sind. Wie Karlotta, so hatten auch wir einen Würfel und gemeinsam überlegten wir, wie man mit dem Mund (der wurde als erstes gewürfelt) fasten kann.

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