Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht Ihr Kind als individuelle Persönlichkeit

 

Wir betreuen Kinder verschiedener Nationalitäten und Konfessionen ab Vollendung des 1. Lebensjahr bis zum Ende der 3. Schulklasse. Die Aufnahme ist, bei genügend Kapazität, während des gesamten Kindergartenjahres möglich. 

Uns ist wichtig, dass sich die Kinder in unserer Einrichtung wohl fühlen.

Gut aufgehoben 1Für ihre Entwicklung brauchen die Kinder vor allem gefühlvolle Bezugspersonen. Dies möchten auch wir für die Kinder sein und daher ist es wichtig, eine sichere Bindungsbeziehung zu ihnen aufzubauen. Dies gelingt uns vor allem durch eine gute Eingewöhnungs-phase, durch feinfühlige liebevolle Kommunikation und angemessenes Reagieren auf die Bedürfnisse der Kinder. So können sich diese ohne Angst und voll Vertrauen ihrer neuen Umwelt zuwenden und sich entwickeln. 

Natürlich berücksichtigen wir den Entwicklungsstand und die besonderen Bedürfnisse jedes Kindes und nehmen sie als individuelle, eigenständige Persönlichkeiten an. Wir sehen unsere pädagogische Aufgabe unter anderem darin, Ansprechpartner und Bezugsperson für das Kind zu sein, ohne sich dem Kind aufzudrängen. So geben wir ihm die Chance, eigenständig zu denken und zu handeln. Bei aller Selbstständigkeit, die wir einem Kind zutrauen, lassen wir jedoch nicht außer Acht, dass Kinder auf behutsame Führung und Hilfe-stellung angewiesen sind. Durch eine Ausgewogenheit an Freiräumen, Regeln und Grenzen bieten wir dem Kind die Möglichkeit, sich weiter zu einer selbstbewussten und selbstständigen Persönlichkeit zu entwickeln. Durch genaues Beobachten können wir seine momentanen Interessen und seinen Entwicklungsstand wahrnehmen und setzen dort unsere Förderung an. 

 

Eingewöhnungsphase

Mit dem Eintritt Ihres Kindes in den Kindergarten beginnt ein neuer und besonderer Lebensabschnitt. Es wird mit einer weiteren Umgebung konfrontiert, es löst sich von seinem bisherigen Umfeld und macht so einen wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit. Dieser Schritt ist zunächst für viele Kinder mit Unsicherheit verbunden und vielleicht gehen auch Sie, als Eltern, diesen Weg mit gemischten Gefühlen entgegen. Das können wir gut verstehen. Deshalb stellen wir Ihnen hier im Detail unsere Eingewöhnungszeit vor:

Unsere Eingewöhnungszeit

In einem Gespräch vor der Eingewöhnungsphase tauschen sich die Eltern mit der Gruppenleitung über das Kind aus (Gewohnheiten, Erkrankungen, Rituale, Bindungen, Essgewohnheiten), damit wir besser auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen können. Es werden verschiedene Erwartungen geklärt. Auch der Beginn und der Ablauf der Eingewöhnung werden besprochen.

Anschließend folgt die Kennenlernphase. Mit der gleichzeitigen Anwesenheit einer Bezugsperson in der Gruppe geben wir dem Kind Sicherheit. Den Kindern genügt von Zeit zu Zeit ein Blick zu Mutter/Vater, um sich auch weiterhin interessiert der Umgebung zuzuwenden. Die Kinder möchten ihre eigenen Empfindungen mit den vertrauten Erwachsenen oder anderen Kindern teilen, um aus deren Gesichtsausdruck Bestätigung, Aufmunterung oder Warnung abzulesen. Dafür ist es notwendig, dass die Bezugsperson ansprechbar bzw. dem Kind zugewandt ist. Daher bitten wir die anwesende Bezugsperson auf das Benutzen des Handys zu verzichten.

Es folgt die Grundphase mit dem ersten Trennungsversuch. Weiterhin braucht es die Anwesenheit der Bezugsperson während der ersten Wochen in der Gruppe. Nur mit dieser Sicherheit kann sich das Kind auf die Erzieherin, die anderen Kinder und die neue Umgebung einlassen. Unser Ziel ist es, in der Eingewöhnungsphase eine vertrauensvolle Basis zwischen der Erzieherin, dem Kind und den Eltern aufzubauen. Es ist uns sehr wichtig, dass das Kind in seinem eigenen Tempo eine tragfähige Beziehung zu uns aufbaut und neue Kontakte zu anderen Kindern knüpfen kann. In dieser Phase lernen die Eltern und das Kind unsere Räumlichkeiten, deren Verwendungszwecke, den Tagesablauf und die dazugehörigen Rituale und Regeln genau kennen. Können wir folgende Situationen beobachten, dann verabschiedet sich die Bezugsperson für ca. ½ Stunde bewusst von ihrem Kind (bleibt aber in der Nähe):

  • Das Kind erforscht die neue Umgebung interessiert, ohne ständig nach der Mutter/ dem Vater zu schauen oder die Nähe derselben zu suchen.
  • Es reagiert auf die Erzieherin, wenn es angesprochen wird und wendet sich ihr zu bzw. reagiert auf die Angebote.
  • Das Kind nimmt von sich aus Kontakt zur Erzieherin und den anderen Kindern auf oder holt es sich Unterstützung von derselben.
  • Das Kind sucht sich zielgerichtet bestimmte Aktivitäten und beschäftigt sich intensiv damit, ohne ständig nach der Bezugsperson zu schauen.
  • Das Kind lässt sich in Pflegesituationen von der Bezugserzieherin auf deren Nähe und Ansprache ein, und es gestaltet diese Handlung mit.

Wir begleiten das Kind intensiv, beobachten es in dieser Phase und reagieren dementsprechend. Verkraftet ein Kind die räumliche Trennung nicht, holen wir die Bezugsperson zurück und es muss ein neuer Trennungsversuch ein paar Tage später gestartet werden.

Ist die Trennung gelungen, dehnen wir – in der Stabilisierungsphase - die Trennungszeit in den nächsten Tagen aus. Wir beobachten und begleiten das Kind. Die Eltern bekommen eine kurze Information nach dem Kindergartentag, wie es dem Kind ergangen ist. Sollte das Kind die Trennung nicht verkraften, dann setzen wir uns mit den Eltern in Verbindung.

Die Schlussphase ist erreicht, wenn das Kind die Erzieherin als Bindungsperson akzeptiert, sie als Spielpartner annimmt und es sich von ihr trösten lässt. Die Eltern sind aber jederzeit telefonisch erreichbar.

Übergang in die Regelgruppe

Auch der Übergang von der Krippen- in die Regelgruppe ist uns sehr wichtig. Gemeinsam mit dem Kind bereiten wir den Wechsel in die neue Gruppe vor. Auch die Zeit des Abschieds ist verbunden mit Unsicherheit und dem Hin- und Hergerissen sein zwischen Neugier auf das Neue und die Verbundenheit mit dem Gewohnten. Vor dem Abschied nehmen wir dieses Thema schon im Morgenkreis auf und sprechen mit allen darüber. Das Kind und eine Bezugsperson besuchen vor dem Wechsel mehrfach die neue Gruppe, damit es die neuen Bezugspersonen und Kinder kennenlernen kann.  Zu den Vorbereitungen gehört auch noch das gemeinsame Fertigstellen der Portfolio-Mappe, die es dann mitnehmen darf. Am Tag des Gruppenwechsels packen wir gemeinsam mit dem Kind alle persönlichen Gegenstände und gehen nach dem Abschiedsfest gemeinsam mit dem Kind in die andere Gruppe. Hier wird das Kind von der neuen Erzieherin und den Kindern begrüßt.